Krisen in Schulen
Zielgerichtete schwere Gewalt und Großschadensereignisse sind in Schulen sehr selten. Schulen dürfen daher weiterhin zu Recht als sicherer Ort für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gelten.
Gleichwohl hat die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass auch in gut geführten Schulen schwerste Gewaltakte möglich sind und bereits konkrete Androhungen solcher Gewalttaten für Schulen oftmals Krisensituationen darstellen.
Auch einige andere Ereignisse in Schulen (z. B. Unfälle mit Schwerverletzten, Brände, massive Gewalthandlungen) haben mitunter krisenhafte Auswirkungen.
Zudem können Schulen mit betroffen sein, wenn Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte individuelle Krisen erleben. Dies erfordert dann ebenfalls ein gezieltes, zügiges und zugleich reflektiertes Handeln von Schulleitungen und Lehrkräften.
Aufgabe der Schulen ist es, präventiv Handlungspläne zu entwickeln und ein lokales Netzwerk aus Lehrkräften und schulexternen Personen aufzubauen, das im Krisenfall rasch aktiviert werden kann. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen beraten beim Aufbau des schulinternen Krisenteams. Sie binden je nach Bedarf Kollegen mit spezifischen Qualifikationen und andere Institutionen mit ein.
Das jeweils zuständige
schulpsychologische Beratungszentrum im Pädagogischen Landesinstutut ist hier der erste Ansprechpartner der Schulen. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme und Kooperation hilft vor, in und auch nach einer Krise als Schule strukturiert und wirksam zu handeln.
